HallenBosseln

Wer bei diesem Sport „Bollerwagen, alkoholische Getränke und Landstraßen“ vermutet, muss noch einige Kilometer weiter in den Norden fahren. Da gibt es den „Ostfriesischen Nationalsport Boßel“, hier heißt es Bosseln. Obwohl die Namen ähnlich klingen, liegen doch Welten zwischen den sportlichen Ansätzen.

Bosseln ist ein reizvolles und taktisches Spiel für Jung und Alt mit ähnlichen Spielregeln wie beim Curling oder Eisstockschießen. Es wird jedoch in einer Turnhalle gespielt.

Das therapeutische Ziel des Bosselns ist in der Verfeinerung der Koordinationsfähigkeit, im exakt dosierten Kraftaufwand und im Training der Zielmotorik zu sehen. Leicht erlernbare Regeln und relativ einfache Bewegungsformen machen das Spiel im Rehabilitationssport interessant. In Freundschaftsturnieren und bei Rundenspielen des Deutschen Behinderten-Sportverbandes messen die Sportler des Sport Vital Lingen e.V. ihre Fähigkeiten an denen anderer Vereine.

Wer uns in unserer Mannschaft unterstützen möchte, egal welchen Alters und ob mit oder ohne Handicap, benötigt nur Sportschuhe für die Halle und Spaß an der Freude. Rollstuhlfahrer erhalten besondere Unterstützung.

Spielverlauf Hallenbosseln:

Spielgedanke

Auf einem Spielfeld, das eine Wurfbahn und ein Zielfeld umfasst, spielen 2 Mannschaften mit je 3 Spielern und einem Mannschaftsführer gegeneinander. Die Spieler beider Mannschaften versuchen mit gezielten Würfen ihre Bosseln möglichst nahe an die im Zielfeld liegende Daube heranzubringen. Dabei ist es erlaubt, mit dem eigenen Wurf gegnerische Bossel aus dem Zielfeld herauszustoßen oder die Daube innerhalb des Zielfeldes in eine für den Gegner ungünstige und für die eigene Mannschaft günstige Stellung zu bringen.

Alle Bosseln im Zielfeld erhalten Wurfpunkte. Gewonnen hat die Mannschaft, die in einem Durchgang/Spiel die meisten Punkte erzielt hat.

Das Bosselspielfeld und das Spielgerät

Das Spielfeld ist 16 m lang und 2 m breit. Es umfasst die Wurfbahn und das Zielfeld. Der Hallenboden muss eben sein und soll möglichst glatt sein. Die Wurfbahn, auf der die Bosseln geschoben werden, ist grundsätzlich 12 m lang und 2 m breit. Hieran schließt sich das Zielfeld von 4 m Länge und ebenfalls 2 m Breite an. Die Mitte des Zielfeldes ist mit einem Kreuz dauerhaft zu markieren.

Auf der Kreuzmitte wird die „Daube“ (Holzwürfel) so gesetzt, dass sie mit ihren Seitenflächen parallel zu den Begrenzungslinien des Zielfeldes liegt.

Frauen und Rollstuhlfahrer/innen bosseln auf einer um 2 m verkürzten Bahn.

Das Spielgerät besteht aus 6 zu einem Spiel gehörenden Bosseln, von denen jeweils 3 gleichfarbig sind, sich aber deutlich voneinander unterscheiden müssen (z.B. 3 weiss/ 3 grün). Die Bossel besteht aus einem abgeflachten, halbkugeligen, hölzernen Körpermit einem gescwungenen Handgriff. Die Bodenscheibe der Bossel besitzt einen gleichmäßigen Bürstenbesatz und der Bosselkörper einen umschließenden, stoßdämpfenden Gummiring. Das Gesamtgewicht der Bossel beträgt ca. 4650 g. Die Daube ist ein quadratischer roter Holzwürfel. Dessen Seiten eine Länge von 10 cm haben. Es darf kein Hartholz verwendet werden.

Der Spielablauf

Die Mannschaft, die „Weiss“ gewählt hat , eröffnet das Spiel. Jedes Spiel besteht aus 6 Durchgängen, jeder Durchgang aus 3 Würfen je Mannschaft. Jeder/jede Spieler/in hat bei jedem Durchgang einen Wurf. Die Bossel sind möglichst nahe an die Daube heranzubringen. Wird die Daube durch Aufprall einer Bossel aus dem Zielfeld geschoben. So wird sie auf die freie markierte Stelle in der Zielfeldmitte in die Anfangsstellung zurückgelegt. Wird durch einen ungültigen Wurf das Bild im Zielfeld verändert, so erfolgt der Abbruch des Durchgangs und die verursachende Mannschaft verliert diesen Durchgang mit 0:3 Punkten.

Die Wertung

Die Wertung erfolgt durch Vergabe von Wurf- und Spielpunkten. Nach jedem Durchgang erhält die Bossel im Zielpunkt 2 Wurfpunkte, die der Daube am nächsten steht. Alle anderen Bosseln erhalten nur einen Punkt. Stehen 2 Bossel verschiedener Mannschaften als nächste glichweit von der Daube entfernt, (wobei Unterschiede von weniger als 5mm als gleichgelten, so erhalten diese Bosseln je einen Punkt. In diesem Durchgang erhält keine Bossel 2 Wurfpunkte. Nach Spielende werden die Wurfpunkte der 6 Durchgänge zusammengezählt. Sieger ist die Mannschaft mit der höchsten Wurfpunktzahl. Sie erhält 2 Plusspielpunkte. Bei gleicher Wurfpunktzahl erhalten beide Mannschaften je einen Spielpunkt.

Das Spielfeld

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Dann setze Dich mit dem Sportwart Klaus Hilling in Verbindung. Telefon: 0172-7128913

Trainingszeiten: Donnerstag, 18.00 – 19.00 Uhr, Sporthalle Georgianum Gymnasium.

Sport Vital Lingen e.V.
Gabriele Hilling - Apollostr. 11 - 49811 Lingen

Telefon: 0591 / 54230 Mobil: 0151 64632096 - Mail: »
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